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7. April 2017

Ob mit oder ohne Behinderung – Gemeinsam engagiert bei Hamburg räumt auf!

Vom 24. März bis zum 2. April lief die 20. Ausgabe der großen Müllsammelaktion „Hamburg räumt auf“. Mehrere BewohnerInnen des Hilda Heinemann Hauses waren einen Tag lang dabei und befreiten mit Hilfe von tatkräftig-Freiwilligen ihre Nachbarschaft von Müll.

Gemeinsames Engagement von Freiwilligen mit und ohne Behinderung bei der großen Müllsammelaktion Hamburg räumt auf!

Die Hausgemeinschaft Hilda Heinemann ist eine Wohneinrichtung für erwachsene Menschen mit einer körperlichen und/oder geistigen Behinderung. Es leben dort 44 Personen in unterschiedlichen Wohnformen und erhalten individuelle Assistenz, um ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

Die Teilnahme an der hamburgweiten Müllsammelaktion ist für viele BewohnerInnen fast schon ein Klassiker, da sie sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit viel Begeisterung daran beteiligt haben. Unterstützt werden sie dabei stets von einem tatkräftig-Team. In diesem Jahr waren das drei Freiwillige und ihre Projektbegleiterin Anastasia.

Nach einer Kennenlernrunde im Hilda Heinemann Haus machte sich die Gruppe bei schönstem Frühlingswetter auf und sammelte über drei Stunden lang fleißig Plastik und anderen Müll von Straßen und Grünflächen der näheren Umgebung. So mancher zeigte sich erstaunt darüber, wie viel Müll sich doch ansammelt in einer vergleichsweise sauberen und umweltbewussten Stadt wie Hamburg.

Für Projektbegleiterin Anastasia war es der erste tatkräftig-Einsatz, den sie eigenständig begleitete. Sie freute sich vor allem über „ihre neue Rolle und dass alles so reibungslos gelaufen ist“. Auch unter den Freiwilligen waren zwei tatkräftig-Neulinge, für eine Freiwillige jedoch war es bereits das dritte Projekt. Sie waren überrascht, dass die ehrenamtliche Aufgabe viel weniger anstrengend war als vorher gedacht, sondern, im Gegenteil, richtig Spaß machte („Am besten waren die Greifer“).

Bis zu diesem Zeitpunkt war noch niemand in der Gruppe mit Menschen mit Behinderung in Berührung gekommen. Umso schöner war es, dass sich die Gruppe praktisch von Beginn an gut verstand und Berührungsängste gar nicht erst aufkamen. Die Stimmung unter den Beteiligten war total entspannt; während des Müllsammelns unterhielt man sich angeregt, so dass das Ganze zu einer sehr kurzweiligen Aktion wurde. Am Ende waren aber alle Teilnehmer trotzdem stolz über ihre „saubere“ Leistung!