Ich habe im März von tatkräftig – Hände für Hamburg gehört und direkt einen Projektwunsch abgeschickt. Ich bin so begeistert von meinem ersten Projekt, dass ich mich bewusst dafür entschieden habe, mich regelmäßig für andere zu engagieren. tatkräftig schlug mir vor, Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, an der Aktion „Hamburg räumt auf“ teilzunehmen (Kooperationspartner: BHH Sozialkontor). Ich war beeindruckt von der Bereitschaft dieser Menschen, sich um den Müll in ihrem Stadtteil zu kümmern. Gemeinsam mit zwei Freundinnen sagte ich zu. Ich war gespannt, was mich erwartete, jedoch auch unsicher, ob ich der Herausforderung gewachsen wäre. Es war meine erste direkte Begegnung mit Menschen mit Behinderung.

Dann hieß es: „Ärmel hochkrempeln!“ Drei Teams, bestehend aus Bewohnern der Hausgemeinschaft Hilda Heinemann, einem Mitarbeiter und einigen freiwilligen Helfern, schwärmten aus, um die umliegenden Grünflächen und Straßen vom Müll zu befreien. Anfänglich war ich im Umgang mit den Bewohnern zurückhaltend und abwartend. Aber nachdem wir die ersten Meter zurückgelegt und sich die ersten Gespräche ergeben hatten, entwickelte sich eine Dynamik und Herzlichkeit, die ich schwer in Worte fassen kann: Es stellte sich ein Wir-Gefühl ein – unabhängig davon, wer wie war oder warum der andere war, wie er war.

Als ich nach dem abschließenden Mittagessen wieder zu Hause war, gingen mir noch viele Gedanken durch den Kopf: Ich hatte nicht nur geholfen – ich hatte so viel Wärme und Herzlichkeit zurückbekommen und war auf Menschen getroffen, denen ich sonst vielleicht nicht begegnet wäre! Gern hätte ich mit den Bewohnern noch ein bisschen mehr Zeit auf der sonnigen Terrasse verbracht. Ich freue mich schon auf die nächsten Projekte mit tatkräftig – und auf die Menschen, denen ich

nicht nur helfen, sondern begegnen darf!

Autorin: Nadja